Lesen
oder: Was könnten wir nicht alles, wenn wir nicht lesen müssten!
Ernst Pöppel[1] schreibt in APuZ 42-43/091 einen Beitrag über das Lesen[2]. Er soll hier kurz zusammengefasst werden.
Für den Autor ist das Lesen eine der unnatürlichsten Tätigkeiten für unser Gehirn, für das es von Natur aus nicht vorgesehen ist.[3] Gleichwohl ist für ihn Lesen als Kulturtechnik eine bedeutende kreative Leistung des Menschen, aber: sie wird durch den Mißbrauch desselben erkauft.
Grundsätzlich ist von zwei Formen des Lesens auszugehen: Die Alphabetenschrift versucht eine Eins-zu-eins-Zuordnung von Sprachlauten und Buchstaben. Diese Umwandlung von Ton in Bild entsteht vor der Bedeutung des Gesagtem. Die bildliche Schrift teilt durch Schriftzeichen Bedeutungen mit und stellt somit eine andere Abbildung von Ton, also der gesprochenen Sprache, dar. Letztere, die Piktogrammschriften, nutzen hauptsächlich die rechte Gehirnhälfte; Alphabetenschriften die linke. Im Japanischen gibt es beispielsweise beide Formen.
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