Flaminio
Läßt sich leugnen, dass künstlerische Arbeit der Gegenwart eher Bombenanschlägen auf die Weltordnung der Moderne gleichen, als Formen suchenden Sinns?
Richtig ist: Jenseits einer Sanitärästhetik, eines Glaubens an Rationalismus und Standardisierung kann es Kunst nur noch als eine geben, die viele Wahrheiten kennt und keine entologischen Wahrheiten zulässt, die eine 'Welt im 'Schwange', als Vorgang und nicht als Zustand begreift.
Muss uns aber in einer Gesellschaft, in der das Verbindende abhandengekommen ist, sich gleichsam auflöst in lauter Gerinsel, gleichzeitig die großartige Freiheit verwehrt bleiben, sich in Schönheit und immer neuen Perspektiven verlieren zu können, im Dennoch eine neue Verbindlichkeit zu suchen, im Auseinanderstreben zu einem neuen Größerem zusammenzufinden?
Läßt die allgegenwärtige Postmoderne eine Kunst als Jetztzeit oder Utopie noch zu? Zaha Hadid versucht es im stillen Flaminio-Quartier in Rom zumindest.
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